Sonntag, 28. April 2013

Puls runter - länger leben.

Eine hohe Herzfrequenz im Ruhezustand geht mit einem erhöhten Sterberisiko einher. Dies zeigt eine Studie der Universitätsklinik Kopenhagen, für die erstmals 1970 3000 Männer mittleren Alters kardiologisch untersucht wurden. Im Jahre 1986 wurden diese Männer wieder untersucht. 2001 waren bereits 40 Prozent der untersuchten Männer verstorben. Nach der Analyse der Daten fanden die Wissenschaftler heraus, dass Männer mit einem Ruhepuls zwischen 80 und 90 Schlägen pro Minute ein doppelt so hohes Sterberisiko wie Männer mit einem Ruhepuls von 50 Schlägen pro Minute aufwiesen.  Lag der Puls über 90, dann verdreifachte sich das Risiko. Selbst sportlich gut trainierte Personen, mit einem erhöhten Ruhepuls wiesen eine erhöhtes Sterberisiko auf. Dass die Herzfrequenz bei körperlicher Anstrengung steigt ist normal, im Ruhezustand hingegen ist es gefährlich. Ein hoher Ruhepuls belastet das Herz und kann zu einer Herzkrankheit führen. Gesunde Menschen sollten einer Herzkrankheit frühzeitig vorbeugen, indem sie ihren Puls auf natürliche Art und Weise senken. Dazu gehören der Verzicht auf Zigaretten, die Vermeidung von Übergewicht und gesunde Ernährung. Zudem wirkt sich regelmäßige Bewegung positiv auf die Herzfrequenz aus.

Mittwoch, 10. April 2013

Prostatakrebs durch Schichtarbeit?


Wechselnde Schichten verdreifachen die Krebsgefahr für die Prostata. Forscher vermuten einen fatalen Zusammenhang mit dem Schlafhormon Melantonin. Schichtarbeit ist ungesund: „Wir wissen schon seit längerem, dass Schichtarbeiter ein erhöhtes Risiko für verschiedene Krebsarten tragen“, schreiben Tatsuhiko Kubo und seine Kollegen der Universität Kitakyushu, Japan. Frühere Studien hatten bereits ein höheres Brust- und Darmkrebsrisiko von Schichtarbeitern gezeigt. Nun haben die japanischen Forscher erstmals Hinweise dafür gefunden, dass der gestörte Tag-Nacht-Rhythmus auch die Prostata gefährdet. Die Wissenschaftler werteten dazu die Daten von mehr als 14 000 männlichen Arbeitern aus, die an einer großen japanischen Krebsstudie teilnahmen. Rund 11 200 von ihnen arbeiten tagsüber, rund 1000 während der Nacht und 1800 mussten zwischen Tag- und Nachtschichten wechseln. Im Verlauf von acht Jahren erkrankten 31 der Studienteilnehmer an Prostatakrebs. Dabei fanden die Forscher, dass Arbeiter mit rotierenden Schichten mit einer dreimal so hohen Wahrscheinlichkeit Prostatakrebs bekamen wie Studienteilnehmer, die ausschließlich am Tage arbeiteten. Das Prostatarisiko der regelmäßigen Nachtarbeiter war nur leicht erhöht. Tatsuhiko Kubo und seine Kollegen vermuten, dass die wechselnden Schichten den Melantoninhaushalt stören. Der körpereigene Müdemacher beugt vorangegangenen Studien zufolge Krebs vor. Zirkulieren geringere Mengen im Blut, könnte dies die Tumorbildung fördern. Hinzu kommt, dass Melantonin die Ausschüttung von Sexualhormonen beeinflusst, die direkt auf das Prostatagewebe wirken. Kritiker der Studie, wie Henry Scowcroft von der Charity Cancer Research in Großbritannien, monieren jedoch die geringe Zahl der aufgetretenen Fälle von Prostatakrebs: „Bis wir sicher wissen, dass ein gestörter Schlafrhythmus mit Prostatakrebs in direktem Zusammenhang steht, ist noch ein weiter Weg“, sagte er gegenüber der BBC. Er vermutet, dass ein unregelmäßiger Schichtdienst mit gesundheitsgefährdenden Verhaltensweisen wie einer ungesunden Ernährung oder Rauchen einhergeht – und dass diese hinter dem erhöhten Krebsrisiko stecken. Dagegen spricht, dass die japanischen Untersuchung einige solcher möglichen Einflussgrößen beleuchtete: Einen Zusammenhang der Schichtarbeit mit Übergewicht, Alkoholgenuss, Tabakkonsum, Bildung oder Familienstand fanden die Forscher dabei nicht.

Samstag, 23. Februar 2013

Adjustierbares Implantat bei Prostatektomie-Inkontinenz

Das ATOMS Implantat ist ein vollständig implantierbares Harnröhrenverschlusssystem zur Wiederherstellung der Kontinenz nach einer Prostataoperation. Es besteht aus einem unter der Harnröhre platziertes adjustierbares Kissen und ist für alle Grade der Harninkontinenz geeignet. Durch die Verstellbarkeit des Systems kann es an den individuellen Aktivitätsgrad angepasst werden. Im Vergleich zu anderen Systemen ist diese Anpassung ohne neuerliche Operation möglich, und es müssen keinerlei mechanische Teile (wie z.B. Pumpen) betätigen. Die Operation ist minimal-invasiv, die Operationszeit beträgt 30 bis 45 Minuten. Der Eingriff erfolgt entweder in Vollnarkose oder in Rückenmarkanästhesie. Das Implantat wird durch einen kleinen Schnitt unterhalb des Hodensacks eingebracht und das zentrale Kissen an die Harnröhre gelegt. Ein zweiter, noch kleinerer Schnitt wird links an der Schambeinregion gemacht. Unter der Haut kommt dort ein Titanport zu liegen, der für die weitere Einstellung des Systems wichtig ist. Die lagestabile Fixation des Implantats erfolgt durch eine Befestigung am unteren Schambeinast. Bei der Implantation von ATOMS werden die Netzarme des Implantats unter der Haut um eine knöcherne Struktur gelegt. Nach der Operation wird noch eine Einheilungsphase von 3-4 Wochen abgewartet.

Sonntag, 6. Januar 2013

Auch bei Männern - übermässiger Kaffeegenuss fördert Harninkontinenz

Bei Frauen schon länger bekannt ist der Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und unfreiwilligem Harnverlust. Dass dem auch bei Männern so ist, konnte Nicole J. Davis von der Georgia State University in Atlanta nachweisen. Sie befragte 3960 Männer zu ihren Ernährungsgewohnheiten und einer eventuell vorhandenen Inkontinenz. Die durchschnittliche Koffeinaufnahme in dieser Gruppe betrugt 169 mg pro Tag, je nach Zubereitung 1 bis 2 Tassen Kaffee entsprechend. Männer mit höherem (>234mg pro Tag) und deutlich höherem (>392mg pro Tag) Kaffeekonsum berichteten signifikant häufiger über eine moderate bis schwerwiegende Harninkontinenz. Auch als man die Auswirkungen einer Prostatavergrösserung in die Auswertung mit einbezog, liess sich der Zusammenhang nachweisen. Entsprechend den bei Frauen schon länger geltenden Empfehlungen, beim Auftreten einer Inkontinenz den Kaffeekonsum zu reduzieren, kann dies nun auch Männern angenommen und in weiteren Studien untersucht werden. Die Studie können sie im Detail hier nachlesen.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Erster Deutscher Männergesundheitsbericht

Die Stiftung Männergesundheit und die Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. stellten erstmals 2010 die gesundheitliche Lage, die Gesundheitsversorgung, die Lebensweisen und das Gesundheitsverhalten von Männern in Deutschland dar: Der Erste Deutsche Männergesundheitsbericht zeigt Defizite der Gesundheitsförderung und der medizinischen Versorgung der Männer auf. Er liefert damit zugleich Impulse und Fragestellungen für weitere Forschungen. Ein Kurzfassung finden sie hier.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Vorbeugen ist besser als heilen.

Vorbeugen ist besser als heilen. Das wusste schon der griechische Arzt Hippokrates 400 Jahre vor Christus. In unserer modernen Wohlstandsgesellschaft bekommt diese Erkenntnis besondere Bedeutung, denn mit steigender Lebenserwartung wächst auch die Zahl altersbedingter Erkrankungen, denen wir heute in vielen Fällen vorbauen können. Gleichzeitig verursachen Überernährung und Bewegungsmangel schon in jungen Jahren immer öfter sogenannte Lifestyle-Erkrankungen. Vor allem Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Fettleibigkeit und Bluthochdruck zählen dazu. Unser Lebensstil hat auch Folgen für Blase, Niere und Prostata, für die Fruchtbarkeit und die Potenz. Welche Erkrankungen sind vermeidbar? Welche urologischen Krankheiten sollten frühzeitig behandelt werden, um Begleiterkrankungen zu verhindern oder zu lindern? Dieser Ratgeber gibt Antworten – für Jung und Alt, für Frauen und Männer. Er bietet das notwendige Know-how,mit dem Sie vielen Erkrankungen gezielt vorbeugen können, und das bedeutet bessere Lebensqualität mit mehr Lebensfreude, die möglichst lange erhalten bleiben sollte. Umfassende Beratung zur Prävention urologischer Erkrankungen finden Sie hier.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Abnehmen erhöht Testosteronspiegel

Für übergewichtige Männer mit niedrigen Testosteronspiegeln gibt es oft ein einfaches Gegenmittel: Abnehmen! Dies meint Dr. Francis Haynes von der Universitätsklinik St. Vincent in Dublin auf der Jahrestagung der amerikanischen Endocrine Society. Den Einfluss der Gewichtsreduktion auf den Testosteronspiegel untersuchte der Forscher jetzt anhand von Teilnehmern des US-amerikanischen „Diabetes Prevention Program“. 891 Männer mittleren Alters mit gestörter Glukosetoleranz gingen in die neue Studie ein, verglichen wurden drei Strategien: Lebensstilmodifikation, Metformintherapie und Placebo. Mit 2,5 Stunden Sport in der Woche und fettarmer, kalorienreduzierter Kost gelang es den Teilnehmern der Lebensstilgruppe innerhalb von einem Jahr fast 8 kg abzunehmen, was nicht ohne Einfluss auf das Testosteron blieb. Der Anteil der Probanden mit niedrigen Spiegeln wurde fast halbiert (von 20 auf 11 %) – während sich diesbezüglich in den beiden anderen Gruppen nichts tat. Vor einer Gabe von Testosteron sollten übergewichtige Männern erstmal an Abnehmen denken! Und dies verbessert nicht nur für den Testosteronspiegel!